Landessprecher NAbg. Felix Eypeltauer: Landesregierung muss sicherstellen, dass kein Kind zurückbleibt. 

NEOS OÖ fordern besseren Online-Unterricht und Klarheit für Schüler_innen

08. April 2020
Felix Eypeltauer

"Wir sind in Woche 4 seit dem Schließen der Schulen. Nach wie vor ist es Glückssache, ob der Online-Unterricht gut oder schlecht funktioniert. Es braucht Konzepte für digitalen Unterricht und kostenlose Endgeräte für Kinder aus finanziell schwächeren Familien - die Landesregierung ist gefordert!“, zeigt NEOS OÖ Landessprecher NAbg. Felix Eypeltauer wiederholt auf. 

NEOS-Eypeltauer: Coronakrise darf keine Bildungskrise werden - jetzt kein einziges Kind zurücklassen! 

Während manche Lehrer_innen und Schulen mit der neuen Situation hervorragend umgingen, sind andere damit überfordert. Das geht zulasten der jeweiligen Schüler_innen. Gleiches gelte für die Eltern, denen nun eine noch wichtigere Rolle beim „Beschulen“ ihrer Kinder zufalle und wo das Bildungsniveau noch stärker als bisher ausschlaggebend dafür sei, wie gut Kinder mithalten können, so Eypeltauer, der ein Steigen der ohnehin schon bestehenden Chancenungleichheit in der Bildung sieht. 

Konkrete Maßnahmen des Landes notwendig   

Die NEOS fordern von der Bildungsdirektion und Bildungslandesrätin Haberlander wiederholt, Lehrer_innen einheitlich mit besseren Konzepten für den Online-Unterricht zu unterstützen. „Die Realität zeigt: Es funktioniert einfach nicht. Uns erreichen täglich Zuschriften von Eltern, die schildern, dass der Online-Unterricht weit hinter dem Möglichen zurückbleibt“, begründet Eypeltauer.

Zweitens sei das Land Oberösterreich gefordert, direkt und über finanzielle Mittel ein besonderes Lerncoaching und zusätzlichen Förderunterricht bereitzustellen, um Kinder beim Lernen während der Krise und  beim Aufholen der Rückstände nach der Krise zu unterstützen. 

Drittens fehlen in vielen Familien ausreichend Endgeräte für den Online-Unterricht. „In den meisten Familien haben nur die Eltern Computer, und die brauchen sie jetzt zum Arbeiten. Es kann nicht sein, dass Kinder finanziell schwächerer Eltern jetzt das Nachsehen haben und zurückfallen. Ich will, dass jedes Schulkind ungehindert am Online-Unterricht teilnehmen kann und wir die Chance Digitalisierung im Schulunterricht nach diesem Krise entschlossen nutzen!“, betont Eypeltauer.

Zu guter Letzt brauche es einen Stufenplan zum Hochfahren der Schulen parallel zum Hochfahren der Wirtschaft. „Hier ist in erster Linie das Bildungsministerium gefordert. Das Land Oberösterreich als Industriebundesland Nummer Eins hat ein großes Interesse daran, dass synchron die Schulen und Kindergarten hochfahren. Wie sonst stellen wir uns vor, dass Eltern auf einmal wieder arbeiten gehen und Kinder umbetreut zuhause sitzen? Die Familien im Land brauchen Klarheit und Sicherheit“, schließt Eypeltauer.