NEOS Oberösterreich zu Fachkräftemangel

7. September 2021
Felix Eypeltauer

Felix Eypeltauer: „Wenn Oberösterreich den Fachkräftemangel endlich angehen will, müssen wir die flexible und hochqualitative Kinderbetreuung ausbauen.“

Die Erholungszeichen am Arbeitsmarkt seien gut, doch müsse man sich endlich grundlegenden Problemfeldern widmen. Das größte Problem sei weiterhin der Fachkräftemangel, sagt Felix Eypeltauer, Spitzenkandidat bei der Landtagswahl: „Ist es die IT-Branche oder der Kindergarten, wir haben in den letzten Wochen bei vielen Gesprächen vor allem den massiven Fachkräftemangel in Oberösterreich bestätigt bekommen. Der Fachkräftemangel bremst Innovationskraft, Wirtschaftswachstum und somit die Chancen und den Wohlstand. Deshalb müssen den bisherigen leeren Versprechungen endlich echte Lösungen folgen. Wenn der Landeshauptmann sagt, dass Fachkräfte wichtig sind, bringt das keinem einzigen Betrieb auch nur eine/n Elektriker_in, keine/n einzige Softwareentwickler_in mehr. Die Lösung beginnt schon in der Schule. Wir müssen bereits in der 5. Schulstufe anfangen, in eine ordentlichen, jährlichen Berufsorientierung die Talente der jungen Menschen zu fördern.“

Berufsorientierung soll viel stärker in den Normunterricht einfließen und bis zum Abschluss stattfinden. „Ich muss als Schüler_in ein Gefühl dafür haben, was es alles für Möglichkeiten gibt. Derzeit schafft die Schule das überhaupt nicht“, kritisiert Eypeltauer. NEOS sehen aber auch beim Bildungs- und Berufsweg nach einer Lehre Nachholbedarf: „Es wäre nicht nur gerecht, sondern auch eine konkrete Fördermaßnahme, der wenn die Meisterprüfung in Zukunft von der öffentlichen Hand bezahlt wird – so, wie es etwa bei der Ausbildung zur/zum Jurist_in oder Ärzt_in an den Unis passiert“, fordert Eypeltauer.

Der NEOS-Spitzenkandidat spricht auch aktiv das Thema der Arbeiten im ländlichen Raum an: „Was oft vergessen wird ist, dass der Fachkräftemangel oftmals auch durch ein überhaupt nicht optimales Lebensumfeld in den Regionen befeuert wird. Sei es die Kinderbetreuungssituation oder die schlechte Öffi-Anbindung. Wenn wir den Fachkräftemangel also effektiv angehen wollen, müssen wir vernetzt denken und handeln. Wir müssen für einen flexiblen, qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung in Oberösterreich sorgen. Erst dann muss sich ein Unternehmen mit 350 Mitarbeitern in Oberösterreich nämlich nicht mehr 40 verschiedene Arbeitszeitmodelle ausdenken und Fachkräfte mit Kindern kommen auch nicht mehr zu dem Punkt, wo sie entscheiden müssen, ob ein Elternteil zuhause bleibt oder in Teilzeit geht. Wir fordern aber auch, dass jeder und jede im Land innerhalb von 15 Minuten von der Wohnung zu einer qualitativen und komfortablen Öffi-Anbindung kommt.“