Landessprecher NAbg. Felix Eypeltauer: „Das Bildungsministerium stellt 12 000 PCs für Bundesschüler_innen zur Verfügung. Schulformen wie etwa die NMS sind davon gar nicht erfasst. Auch deshalb hat das Land Oö SEHR WOHL die Verantwortung, hier nachzulegen." 

Land drückt sich vor Verantwortung für bedürftige Schüler_innen

11. April 2020
Felix Eypeltauer

Verwundert ist der Landessprecher der NEOS in Oberösterreich, NAbg. Felix Eypeltauer, ob der flapsigen Stellungnahme von  Bildungslandesrätin Haberlander zum Thema PCs für Schüler_innen: “Während Wien, Kärnten, Niederösterreich und die Steiermark den Bedarf erheben, in Vorarlberg bereits 1000 zusätzliche Geräte organisiert werden, ignoriert Bildungslandesrätin Haberlander das Thema nicht einmal.

Die Argumentation, betroffene Schüler hätten im regulären Unterricht auch schon Probleme sei genauso hanebüchen wie die Argumentation mit der Zahl der nicht erreichbaren Schüler_innen: „In vielen Familien teilen sich jetzt Eltern und Kinder den PC. Während die Eltern darauf arbeiten müssen, braucht das Kind ihn für die Schule - auch deshalb die Argumentation des Landes Oö ist realitätsfern“, ärgert sich Eypeltauer.

Das Ressort Haberlander meint in seiner Stellungnahme zudem lapidar, Unternehmen könnten ja nicht benötigte Geräte zur Verfügung stellen.
„Diese Aussage schlägt dem Fass den Boden aus. Die Politik hat hier koordinierend und aktiv vorzugehen, wie das in anderen Bundesländern geschieht, anstatt sich zurückzulehnen!“, fordert Eypeltauer die ressortzuständige Landesrätin zum Handeln auf:

Das Land Oberösterreich sollte rasch den Bedarf erheben und gemeinsam mit Oö Unternehmen eine Verleihplattform initiieren.
Dabei sei 1. nicht nur darauf abzustellen, ob ein PC im Haus sei, sondern auch, ob dieser ungestört und ungehindert genutzt werden können und 2. darauf zu achten, dass der Bund lediglich Bundesschulen unterstützt, weswegen das Land insbesondere alle anderen Schulformen zu berücksichtigen habe.

„Beim Wirtschaftspaket war die Landesregierung erfreulich schnell darin, 560 Millionen - großteils Haftungen und bei noch ungeklärt Vergabemodus, Stichwort Doppelförderungen und Mitnahmeeffekte, wohlgemerkt - zusammenzukratzen. In der Bildung, von Kindergärten bis Schulen, gibt es nach wie vor viel Handlungsbedarf. Bildung muss über allem stehen, wir dürfen jetzt kein Kind zurücklassen“, sagt Eypeltauer. 

Sonder-Förderung für Schüler_innen, die den Anschluss verlieren 

Eypeltauer zeigt an dieser Stelle wiederholt den evidenten Bedarf nach Sonderfürderungen und Lerncoaching auf, der sich aus den Schwierigkeiten mit dem Online-Unterricht ergibt. „Schüler_innen, die mangels Endgerät, mangels Eltern, die dahinter sind oder einfach aufgrund des völlig neuen Lernumfelds den Anschluss an den Unterricht verlieren, müssen wir besonders helfen. Es braucht schon jetzt spezielles Lerncoaching und für die Zeit nach der Krise zumindest einen besonderen Förderunterricht."