Flughafen Linz: Aus zwei mach eins ist noch keine Reform
Private Expertise und unternehmerische Verantwortung sind der Schlüssel für einen echten Neustart. Die vollständige Übernahme durch das Land muss daher eine kurze Zwischenstation bleiben.

Nach Jahren des Sturzfluges kommt beim Flughafen Linz Bewegung in die Eigentümerfrage: Das Land Oberösterreich und die Stadt Linz haben sich darauf geeinigt, dass das Land zunächst den städtischen Hälfteanteil übernimmt. Anschließend sollen private Partner gesucht werden, die sich am Flughafen beteiligen können.
Damit greift Landeshauptmann Thomas Stelzer jenen Weg auf, den NEOS Oberösterreich als erste politische Kraft vorgeschlagen hat: private Expertise, unternehmerische Verantwortung und neue wirtschaftliche Impulse für einen Flughafen, der mangels politischer Aufsicht zunehmend in Schieflage geraten ist.
NEOS-Landessprecher Felix Eypeltauer begrüßt deshalb die geplante Einbindung privater Investoren, warnt aber davor, die vollständige Übernahme durch das Land als endgültige Lösung zu betrachten:
„Eine Komplettübernahme durch das Land kann nur eine kurze Zwischenstation sein. Denn aus zwei politischen Eigentümern einen zu machen, ist noch keine Reform. Der NEOS-Weg in Richtung Public Private Partnership muss jetzt rasch und konsequent umgesetzt werden: Jeder weitere Tag, an dem der Flughafen vollständig in öffentlicher Hand bleibt, erhöht das Risiko für seine Zukunft.“
Jetzt braucht es Tempo und Klarheit
Das Land muss rasch offenlegen, wann und nach welchen Kriterien private Partner gesucht werden. Neben einem transparenten Ausschreibungsverfahren braucht der Flughafen eine zukunftsfähige Strategie, klare Verantwortlichkeiten und eine professionelle, von Parteipolitik unabhängige Aufsicht.
„Nachdem Stadt und Land den Flughafen über Jahre tatenlos abstürzen ließen, sind jetzt Tempo, Klarheit und Verbindlichkeit gefordert: ein konkreter Zeitplan für ein transparentes Ausschreibungsverfahren und eine professionelle Neuaufstellung der Aufsicht. Und eines muss klar sein: Kein weiterer Cent Steuergeld darf in die bloße Abdeckung von Verlusten fließen. Der Flughafen muss wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen.“
Der Flughafen Linz ist für den Wirtschafts-, Export- und Tourismusstandort Oberösterreich von großer Bedeutung. Umso wichtiger ist es, dass aus der angekündigten Neuordnung tatsächlich ein wirtschaftlicher und strategischer Neustart wird.
Weitere interessante Artikel

Flughafen Linz: Private Expertise rein, politisches Aufsichtsversagen beenden


