Statistik Austria Monitoring 2022/23
Definition VIF-Kriterien (Vollzeit-Vereinbarkeit): Statistik Austria
NEOS-Vorlage/Best Practice

Die FPÖ verkauft die Herdprämie als „Wahlfreiheit“ – tatsächlich setzt sie Anreize, dass (meist) Frauen länger zu Hause bleiben und finanziell abhängiger werden. In Oberösterreich gibt es den Kinderbetreuungsbonus schon seit 2004: Geld gibt’s, wenn Kinder nicht in den Kindergarten gehen. Gleichzeitig ist Oberösterreich Schlusslicht bei Kinderbetreuung, die Vollzeit-Arbeit ermöglicht. Statistik Austria zeigt: Nur ein kleiner Teil der Kinder hat Betreuung mit Öffnungszeiten, die Vollzeit realistisch machen.
Während Wien, Kärnten und Burgenland den Kindergarten beitragsfrei anbieten, braucht Oberösterreich nicht „Taschengeld fürs Daheimbleiben“, sondern mehr Plätze, längere Öffnungszeiten und leistbare ganztägige Betreuung.
Folge der Herdprämie: mehr Abhängigkeit, mehr Druck auf Familien – und weniger Tempo beim Ausbau der Kinderbetreuung.
Die Herdprämie ist kein Fortschritt, sondern ein Hindernis für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Entwicklung.
Die Herdprämie fördert das alte Modell "Hausfrau und Mutter", statt Frauen gleichberechtigt in den Job zu bringen.
Wer lange zu Hause bleibt, verliert Erfahrung. Das führt zu schlechteren Aufstiegsmöglichkeiten und weniger Gehalt.
Weniger Erwerbsarbeit bedeutet weniger Pension. Im Alter ist das fatal!
Ohne eigenes Einkommen wird eine Trennung schnell zum finanziellen Risiko – oder sogar unmöglich.
Mütter mit Migrationshintergrund bekommen noch schwerer einen Job und ihre Kinder lernen kein Deutsch.
Frauen, die arbeiten, zahlen Steuern und stärken die Wirtschaft. Die Herdprämie hält sie davon ab.
Kinder profitieren im Kindergarten von sozialer und sprachlicher Entwicklung. Die Herdprämie hält sie davon fern.
Statt finanzieller Fehlanreize fordern wir eine flächendeckende, kostenlose und ganztägige Kinderbetreuung mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten. Nur wenn Betreuung verlässlich verfügbar ist, haben Familien echte Wahlfreiheit – ohne Betreuungsstress und ohne finanzielle Nachteile.
Wir brauchen genügend Plätze – und Öffnungszeiten, die Alltag und Arbeit vereinbar machen. Statistik Austria zeigt, wie groß die Lücke in OÖ ist.
Rechtsanspruch macht Betreuung planbar – unabhängig davon, wo man wohnt.
Mehr Plätze ohne Personal ist ein leeres Versprechen. Wir wollen Bedingungen, die Elementarpädagog:innen im Beruf halten und neue gewinnen. Das heißt - Attraktive Löhne, Ausbildungsoffensive, bessere Betreuungs-/Personalschlüssel für mehr Qualität.