zwei wochen deutsch-Sommerschule rücken corona-schulchaos nicht gerade

Sommerschule ist gut, aber zu wenig. Es braucht ein ganz-jähriges Förderprogramm!

26. August 2020
Felix Eypeltauer

Heute hat Bildungslandesrätin LHStv. Christine Haberlander die Sommerschule vorgestellt, welche nächsten Montag beginnt.  Doch zu glauben, dass mit zwei Wochen Deutsch-Sommerschule wieder alles geradegerückt sei, ist weder realistisch noch fair.

 

Koste es was es wolle - außer es geht um SchülerInnen?

„,Koste es, was es wolle‘ muss auch und gerade für die Bildung gelten“, sagt NEOS OÖ Landessprecher und Nationalratsabgeordneter Felix Eypeltauer zum bevorstehenden Start der Summer Schools in Oberösterreich kommenden Montag. „Denn zwei Wochen Sommerschule sind gut, aber viel zu wenig.“

Viele Schülerinnen und Schüler, die es schon vor der Krise nicht leicht hatten, sind im Homeschooling komplett abgehängt worden – und zwar nicht nur in Deutsch, sondern in mehreren Fächern. „Die Lernsituation in den Familien ist eben viel unterschiedlicher als in der gemeinsamen Schulklasse“, so Eypeltauer. „Jetzt zu glauben, dass mit zwei Wochen Sommerschule wieder alles geradegerückt sei, ist weder realistisch noch fair“, zehn Tage Deutsch-Unterricht durch Lehramtsstudierende allein könnten weit nicht alles kompensieren. 
 

Der Rückstand, der bei vielen Schülerinnen und Schülern in den vergangenen Monaten des Corona-Unterrichtschaos entstanden sei, könne nur durch ganzjährige Konzepte aufgeholt werden.

 

Bildungslandesrätin muss klare Vorgaben und Konzepte für Homeschooling bereitstellen

Zudem sei sicherzustellen, dass bei künftigem Homeschooling klare Vorgaben für den digitalen Unterricht durch die Bildungsdirektion erfolgen. „In den vergangenen Monaten war es für Familien Glücksache, ob Lehrkräfte und Direktoren selbst einen Weg fanden, den Remote-Unterricht gut zu gestalten. Das war von Lehrkraft zu Lehrkraft völlig unterschiedlich, einheitliche Unterstützung, Vorgaben oder Hilfeleistung durch die Bildungsdirektion OÖ gab es nicht. Dieses Versagen der Bildungslandesrätin - in einer ihrer klaren Kernaufgaben während der Pandemie -  darf sich keinesfalls wiederholen“, so Eypeltauer.

 

Kein Kind zurücklassen - ganzjähriges Förderprogramm anstatt Tropfen auf heißem Stein 

„Damit auch wirklich alle Kinder wieder Anschluss finden und kein Kind zurückgelassen wird, braucht es im neuen Schuljahr ein ganzjähriges Förderprogramm in allen Hauptfächern plus mehr Unterstützung“, so Eypeltauer, etwa durch einen Ausbau der Schulsozialarbeit und der Schulpsychologie. Die zwei Wochen Sommerschule in Deutsch seien gut, aber aufgrund des Schul-Chaos der vergangenen Monate ein Tropfen auf dem heißen Stein.