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Zurück ins Vorgestern

SchwarzBlau vernichtet Chancen von Kindern und Eltern

 

Seit Jahren ist Oberösterreich Schlusslicht in der Kinderbetreuung. Kaum in einem anderen Land ist es so schwer flexible oder ganztägige Angebote zu finden.

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Auf diesen Missstand weisen Experten seit Jahren immer wieder hin. So wird doch vor allem in den jüngsten Jahren die Basis einer erfolgreichen Bildungskarriere gelegt. Gerade hier lernen die Kleinsten Sprache, Motorik und soziale Kompetenzen. Alles Schlüsselelemente für ein späteres, selbstbestimmtes Leben.
Wenn der Staat hier spart, hängen die Zukunftschancen nicht mehr von den individuellen Fähigkeiten sondern vom reinen Glück ab, über umfangreiche Familiennetzwerke zu verfügen. Die Anderen bleiben auf der Strecke.

Statt nun endlich den nationalen und internationalen Empfehlungen der Experten zu folgen, hat sich die schwarzblaue Landesregierung für das genaue Gegenteil entschieden. Durch die Gebührenerhöhung für die Nachmittagsbetreuung  werden viele Eltern davon abgehalten diese Betreuungsmöglichkeit in Anspruch zu nehmen. Statt mit Gleichaltrigen zu spielen und zu lernen, bleiben immer mehr Kinder zuhause.

In der Stadtgemeinde Leonding bedeutet das konkret, dass durch die Einführung der Gebühr zumindest 149 Kinder komplett von der Nachmittagsbetreuung abgemeldet werden. Also dass in einer einzigen Gemeinde rund fünf ganze Kindergartengruppen sowie 1-2 Krabbelstubengruppen weniger pro Nachmittag angeboten werden.

In kleineren, finanzschwächeren Gemeinden, wo die Eltern häufig auch noch zusätzliche Pendelzeiten zwischen Beruf und Zuhause haben, sehen die Zustände noch viel dramatischer aus. Dies wiederholt sich in allen 442 oberösterreichischen Gemeinden.
Dadurch werden wieder mehr Eltern, in der Praxis vor allem Frauen, in die Teilzeit gedrängt. Ohne Alternativen. Und ausschließlich am Vormittag.

Diese willkürliche und zusätzliche Einschränkung entspricht weder den Bedürfnissen moderner Familien noch denen eines modernen und flexiblen Arbeitsmarktes. Und widerspricht den vielfältigen und positiven Erfahrungen der anderen europäischen Länder.
Wir müssen das Rad ja nicht neu erfinden. Wir sollten jedoch von  unseren Nachbarn lernen und könnten von ihren Erfahrungen profitieren.
Zum Wohle der Kinder.

 

NEOS fordert deshalb einen kostenlosen Bildungszugang für alle.

Konkrete Konzepte von NEOS zur effizienten und chancengerechten Förderung sind:

  1. Aufwertung der Kinderkrippen und Kindergärten als erster Bildungseinrichtung mit klarer und österreichweiter Zuständigkeit des Bundes.
  2. Ausfinanzierte Betreuungsschlüssel für kleinere Gruppen entsprechende quantitative und qualitative Mindeststandards.
  3. Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem 1. Geburtstag.
  4. Aufwertung der Ausbildung für Elementarpädagog_innen auf tertiäres Niveau mit entsprechender Bezahlung.