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Wohnen, leben und arbeiten am Wasser.

NEOS LINZ plant die Entwicklung des Linzer Handelshafens zu einem vollwertigen, lebendigen Stadtviertel für alle.

Das schafft Wohnen, Leben und Arbeiten am Wasser für bis zu 20.000 Menschen und einen einzigartigen wirtschaftlichen Impuls für Linz und den gesamten Zentralraum. Im ehemaligen Handelshafen kann Linz in den nächsten 15-20 Jahren endlich und wirklich an die Donau gebracht werden.

hafenneu

Der Linzer Handelshafen ist eine riesige, postindustrielle Fläche von insgesamt rund 150 Hektar, davon 39 Hektar Wasser. Mit dem Fahrrad brauche ich grad einmal 10 Minuten vom Hauptplatz bis zum Boxoffice gegenüber des mittleren Beckens. Der Handelshafen liegt mitten in der Stadt.

Wasser ist glasklar, hat beinahe Trinkwasserqualität. Eisvögel zischen über die glitzernde Oberfläche, Enten nisten auch hier. Der Wind rauscht im Schilf. Alte, zum Teil wirklich charmante Hallen und Lagerbauten stehen noch auf den Landfingern, überzogen mit riesigen Graffitti. Ein halb versunkenes Schiff rostet vor sich hin. Die Stimmung ist genial, wild, ein Geruch von Freiheit und Abenteuer liegt in der Luft. 
Und es wirkt ein wenig vergessen. Industriebrache, trotz vereinzelter Werks- und Lagerhallen.

Hier lagern wir Container und Blumenerde. Hier schüttete die Stadtregierung via Linz AG Wasserfläche zu. Weil es Betriebsfläche in bester Lage am Wasser braucht. Einleuchtend. Nicht.
Dass der Containerterminal irgendwo im ganzen Zentralraum stehen könnte, dass der Umschlag der Waren zu 95% von der Bahn auf den LKW und umgekehrt erfolgt – und mit dem Wasser eigentlich nichts zu tun hat – wissen leider die wenigsten.

Und ich frage mich: Ist das Stadtentwicklung? Und warum wohnt hier eigentlich niemand? 
 

Der Handelshafen ist eine gewaltige Chance für unsere Stadt. Wir müssen nur endlich mutig, professionell und mit Visionskraft anfangen. Wir haben hier das Potential eines vollwertigen Stadtviertels, in dem Wohnen, Leben und Arbeiten am Wasser mitten in Linz Realität werden können. Hier kann moderne, junge und nachhaltig lebendige Stadt entstehen. Für junge Menschen, für Familien, Kinder, nahezu autofrei, auf jeden Fall ohne Durchzug. Eine Hafenstadt für alle. Gleich daneben liegen der Posthof, die Tabakfabrik und andere noch zu entwickelnde Flächen. Ein Stadtviertel für Wohnen und innovative Firmen zu schaffen wird auch ein gewaltiger wirtschaftlicher Impuls sein. Da werden Firmen angelockt, die im internationalen Wettbewerb bisher noch nicht an Linz gedacht haben. Linz gewinnt enorm an Attraktivität, an Lässigkeit. Ja, genau das fehlt in Linz. Die Wichtigkeit von Flair wird von der Politik ständig unterschätzt.

Politiker, die ihr noch in der Stadtegierung sitzt, wo ist euer Mut, wo sind eure Visionen, eure großen Pläne, eure langfristigen Ziele, eure Entschlossenheit, wirkliche Hürden zu nehmen? Erkennt ihr das Potential wirklich nicht? Habt ihr eigentlich eine Vorstellung davon, wo Linz hin soll, die nächsten Jahrzehnte?

Oder reicht es euch, so wie derzeit, nur an den kleinen Schrauben zu drehen und euch im Unterdurchschnitt und im Mittelmaß zu verlieren? An wirklich große Ideen traut ihr euch nicht ran. Genau eine solche ist das Hafenviertel. Es sind Herz und Hirn gefordert. In den Häfen von Duisburg, Stockholm und in vielen anderen Städten liegen die Lösungen ja alle schon am Tisch, und das beinahe seit Jahrzehnten. Aufmerksam hinschauen. Professionell Umsetzen. Beherzt Machen.

Im Hafen entsteht gerade immenser, irreversibler Schaden an der Stadt. Wir fordern euch auf, einen Schritt zurück zu gehen, den derzeitigen “Masterplan” zu stoppen und Profis ranzulassen. Ihr seid daran, unserer Stadt diese Zukunft zu verbauen. Haben wir Mut. Planen wir das Hafenviertel.

Internationale Beispiele:

Beispiel 1: Stockholm Hammarby

Planungsstart in den 1990ern, weitgehend 2015 abgeschlossen. Auf einer ehemalig schwer verseuchten Industriebrache steht heute ein internationales Best Practice Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung. 25.000 Menschen leben hier auf 20 Hektar, es bestehen 10.000 Arbeitsplätze.

Beispiel 2: Duisburg Innenhafen

Die Entwicklung startete Ende der 1980er mit der Internationalen Bauausstellung Emscher Park. Solche Bauausstellungen sind ein hervorragendes Instrument, um stadtentwicklerische und Regionalentwickelrische Impulse zu setzen. Auf ehemaligem Industriegebiet leben und arbeiten hier zehntausende Menschen auf rund 90 Hektar Fläche. Die Entwicklung noch immer im Gange.

Beispiel 3: Rotterdamer Hafen – Kop van Zuid

Ein weiteres Beispiel for gelungenen Strukturwandel ist das Gebiet Kop van Zuid im Rotterdamer Hafen. Dort entsanden Wohnungen, Büros und öffentliche Einrichtungen.