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Wer sind die Menschen im Volkshilfe-Flüchtlingsheim?

10.03.2016 Johann Fuchs
LambachBlog
Im letzten Jahr hat sich viel getan im Flüchtlingswohnheim Lambach. Viele Familien sind eingezogen und es wohnt eine bunte Mischung von Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern in dem von der Volkshilfe betreuten Wohnhaus. Eines haben alle gemeinsam: Sie wurden von zu Hause vertrieben oder mussten flüchten.
Insgesamt wohnen 39 Asylwerber in kleinen Wohneinheiten, darunter sind zwei  russische Familien, eine Familie und ein älteres Ehepaar aus Armenien, jeweils eine Familie aus Afghanistan, aus dem Irak, aus dem Iran und eine syrische Familie. Auch Einzelpersonen aus Georgien, der Russischen Föderation und aus Afghanistan leben hier und wenn man den Hof betritt, sieht und hört man sofort: Hier leben viele Kinder! Drei der jüngeren Kinder besuchen den örtlichen Kindergarten und weitere sechs Kinder gehen in die Volksschule oder die Neue Mittelschule in Lambach. Und im nächsten Monat wird noch ein Baby erwartet!
Durch die bunte Durchmischung und dank eigener Wohnungen für die Familien gibt es kaum Reibereien. Ein- bis zweimal in der Woche findet der Deutschunterricht statt, der ehrenamtlich von einem pensionierten Lehrer abgehalten wird – und das schon seit vielen Jahren! Es gibt auch schon zwei Lesepatinnen und zwei Familienpatinnen, die sich liebevoll um unsere Gäste kümmern. Trotzdem wäre mehr Anschluss an das Gemeindeleben wünschenswert. „Lambach ist ein kleiner Ort und die Asylwerber kennen fast niemanden hier. Sie würden sich gerne mit anderen Familien am Spielplatz treffen oder zum Beispiel ins Eltern-Kind-Zentrum gehen, alleine trauen sie sich oft nicht“, so Stefanie Wagner von der Volkshilfe, die gemeinsam mit Erdal Cördük das Wohnheim in Lambach betreut und sich liebevoll um die hier fremden Menschen kümmert.
Wer etwas Zeit hat und sich vorstellen kann, mit den Asylwerbern etwas zu unternehmen, kann sich gerne an Gemeinderat Johann Fuchs  unter Tel.: 0664/73472914 oder johann.fuchs@neos.eu wenden. Ein Treffen am Spielplatz oder ein gemeinsamer Spaziergang wäre eine willkommene Abwechslung und natürlich wären weitere Personen willkommen, die den Kindern Nachhilfe geben oder Deutsch unterrichten könnten.  Schön wäre auch, wenn Lambacher Vereine Flüchtlingskinder unentgeltlich aufnehmen würden.
Probleme mit und Ängste vor Asylwerbern gibt es dort, wo es keinen Austausch mit den Einheimischen gibt. Asylwerber sind auch nur Menschen, die in Frieden leben möchten, dies aber in ihrer Heimat nicht können. Geben wir ihnen, zumindest für die Zeit ihres Aufenthaltes in Lambach, das Gefühl zu Hause zu sein. Lambacher sind alle Menschen, die in unserer Gemeinde wohnen.
Johann Fuchs, Gemeinderat