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Haltestelle JKU modernisieren? Ja bitte!

Was ist das für ein Univiertel?
Aus studentischer Sicht ist das Univiertel tatsächlich so etwas, wie ein Trauerspiel. (…) Denken Sie z. B. an die Endhaltestelle der Universität. Die ist heruntergekommen und uralt. Die unmittelbare Umgebung mutet eher wie die einer 5000 Seelengemeinde, als einer Universitäts- oder Landeshauptstadt an. Da sieht man schon, was sich da tun muss. Jetzt ist die Gelegenheit, den Ball ins Rollen zu bringen. Die Stadt und die Universität müssen sich vernetzen.“ bin ich im Wortprotokoll der Gemeinderatssitzung vom 21.4.2016 zitiert.
Als einziger JKU-Student im hohen Haus von Linz sehe ich täglich, wie viel Potential im Univiertel liegt, und wo die Stadt einfach und zu geringen Kosten Impulse setzen kann. Da geht es einerseits ums Attraktiver machen, um Image und Lebensgefühl – ein wesentliches Kriterium für die Studienplatzwahl und für junge, internationale  ForscherInnen – andererseits um Potential für Startups und neue Wohnformen. Und zuguterletzt um das eine Linzer Thema: Den Verkehr.
Genau wie die Stadt Linz selbst hat die JKU eine prominente Problemstellung: Viele tausende Pendler. An der JKU sind die Pendlerparkplätze der Zankapfel, für Linz ist es die Blechlawine an sich. Wer Autoverkehr reduzieren will, muss öffentlichen Verkehr attraktivieren.In der Theorie weiß das jeder Stadtpolitiker. In der Praxis fehlt es offensichtlich  an dieser Erkenntnis:

Die Endhaltestelle JKU: Ein Symbol
Die JKU Endhaltestelle ist heruntergekommen und kahl. Das ist solange kein Problem, wie man nicht den Anspruch hat, den Stellenwert der Universität und der Studenten in Linz hervorzuheben und Linz zur Studentenstadt zu machen. Die Vorraussetzungen wären gegeben: 20.000 Menschen studieren allein am JKU-Campus, die Medizinische Fakultät bringt Studenten in die Innenstadt, wo Kunstuniversität, Katholische Privatuniversität, SFU, Pädagogische Hochschule und der FH-OÖ Campus ausreichend Impulspotential bieten.
Diese Straßenbahnhaltestelle ist Symbol des Stellenwerts der JKU in und für die Stadt Linz. Beides wird dem Anspruch nicht gerecht, den eine moderne, innovative und zukunftsfreudige Mittelstadt wie Linz haben müsste.

„Den Stadtteil gesamtheitlich entwickeln und als attraktives Universitätsviertel langfristig etablieren“
Das für Planungsangelegenheiten zuständige Mitglied des Stadtsenats wird ersucht, auf Basis des anstehenden Architekturwettbewerbs der JKU einen Stadtteilentwicklungsplan des Univiertels – Auhof/Dornach vorzulegen, der unter anderem Verbesserungen im Bereich der (sanften) Mobilität und in Bezug auf die Gestaltung von Freiflächen beinhaltet. Die Erarbeitung soll auf Basis einer ,integrierten Stadtentwicklung‘ unter Einbeziehung von Experten (Architekten, Stadtplaner, Verkehrsplaner etc.), den Bürgern (mittels Bürgerbeteiligungsprozess) und der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen stattfinden. Ziel des Plans soll sein, den Stadtteil gesamtheitlich zu entwickeln und als attraktives Universitätsviertel langfristig zu etablieren.
So lautete unser von SPÖ und FPÖ mit Stimmenthaltung und etwas fadenscheiniger Argumentation bedachter Gemeinderatsantrag vom 21.4.2016, im Zuge dessen Vorbereitung wir auch intensive Gespräche mit der ÖH JKU führten.
Bereits vor zwei Jahren hat NEOS-Fraktionsobmann und Stadtentwickler Lorenz Potocnik auf das Potential hingewiesen.

SPÖ Linz greift NEOS-Idee auf
Jetzt kommt wieder Schwung in die Sache: Die SPÖ Linz greift die Idee zum Unistart in ihrem Blog auf und titelt „Haltestelle JKU modernisieren!“.
Liebe SPÖ Linz, ja, bitte!
Dass sich hier etwas bewegt freut mich persönlich, denn es zeigt, dass unsere Forderungen für das Univiertel – wenn auch zeitverzögert – politische Zustimmung finden und einen Schritt näher zu ihrer Umsetzung sind. Ein lebendiges Univiertel ist der erste Schritt hin zu einem studentenstädtischeren Linz. Eine attraktivere Endhaltestelle wiederum ist der erste Schritt in dieser Etappe.
Schade ist, dass die SPÖ die Idee nicht gleich 2016 gut fand, wo wir noch Synergien mit dem Architekturwettbewerb der JKU nutzen hätten können. Aber so ist nunmal das politische Klein-Klein.

Gesamtkonzept statt Fleckerlteppich
Für alles, was künftig in Dornach/Auhof geschieht, muss auch der SPÖ klar sein:
Je enger Universität und Stadt Linz zusammenarbeiten, desto mehr kann aus dem Universitätsviertel werden. Je gesamtheitlicher das Konzept des Viertels, desto besser der Output. Punktuelle Maßnahmen kommen in ihrer Wirksamkeit nie an durchdachte Konzepte heran – das sieht man in Linz etwa bei der Drogensituation am Hessenpark oder beim Verkehr. Die Bimhaltestelle JKU ist nur ein kleiner Mosaikstein. Manches wird nur von der JKU zu lösen sein, manches im Doppelpass Universität – Stadt. Wir fordern ein solches Gesamtkonzept – für ein lebendiges Linzer Univiertel.