« Zurück zur Übersicht

Unverständnis über Landwirtschaftförderung zur Linderung der Trockenzeit

06.11.2018 Tobias Krammer

Gut gemeint, aber nicht unbedingt praxisnahe gemacht, scheint die aktuelle Förderung von ÖVP Ministerin Köstinger zu sein. Nach dem Dürresommer 2018 hat die Bundesregierung € 20 Millionen Förderung für betroffene viehhaltende Betriebe in Aussicht gestellt. Jetzt kommt es mancherorts aber zur Ernüchterung.

 

Die Förderung macht an der Katastralgrenze halt

Im Gegensatz zum Regen bzw. Niederschlag kennt die aktuelle Förderung genaue Grenzen innerhalb eines Gemeindegebiets. Um Anspruch auf Unterstützung zur Linderung der Schäden aufgrund der Trockenheit für den Viehbestand zu bekommen, ist es nämlich Voraussetzung in der jeweils richtigen Katastralgemeinde seinen Bauernhof zu haben. Ist die KG nicht auf der Liste der Bezirksbauernkammern gibt’s keine Förderung. Aus Gesprächen mit betroffenen Bauern weiß NEOS Regionalkoordinator Martin Leibetseder aus dem Bezirk Rohrbach, dass dies zu Verwunderung in der Bauernschaft führt. Beispielsweise ist ein Ende einer Ortschaft förderungswürdig, hingegen ein Ortsteil, welcher ein paar Kilometer entfernt in der gleichen Gemeinde ist, wieder nicht.

 

NEOS: Umsetzung der Förderung schlecht gemacht

Für die NEOS Abgeordnete Karin Doppelbauer, selbst Biobäuerin aus dem Bezirk Grieskirchen, ist die Umsetzung der Kriterien schlecht gemacht. Anstatt auf regionale Gegebenheiten einzugehen und Fördergebiete zu definieren, werden die Grenzen viel zu eng und kompliziert gezogen. Welche Regionen im Sommer 2018 von der Dürre stark betroffen waren, lasse sich relativ einfach feststellen, so die Landwirtschaftssprecherin der NEOS im Parlament.

 

Zuschuss in der Höhe von € 50,- pro Großvieheinheit

Die Förderung ist an die Anzahl der Tiere geknüpft um hier zielgerichtet zu fördern. Jene die aufgrund nicht nachvollziehbarer Grenzen aus dem Programm fallen, müssen tausende Euro an Einbußen hinnehmen, so ein betroffener Landwirt zu den NEOS. Für die NEOS wäre eine großflächigere Einstufung zielführender gewesen um hier Ungerechtigkeiten und Willkürlichkeiten im Vorfeld zu vermeiden. Leider wurde im Detail hier vom Ministerium gepfuscht und im Alleingang umgesetzt, so Karin Doppelbauer von den NEOS.

 

In Zukunft braucht es bei derartigen Förderungen transparente und nachvollziehbare Lösungen im Sinne der Betroffenen, so Karin Doppelbauer von den NEOS. Als Sprecherin für Land- und Forstwirtschaft stehe sie natürlich für konstruktive und echte Lösungen zur Verfügung.