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Wie steht Oberösterreich da?

Die Standortprobleme sind nicht mehr zu verbergen

Österreich verliert als Wirtschaftsstandort rasant an Boden. Österreich rutscht von Jahr zu Jahr in internationalen Standortrankings weiter ab. Wachsende Staatsverschuldung und anhaltendes Nullwachstum fressen Arbeitsplätze und Wohlstand. Während die Wirtschaft in Nachbarländern wie Deutschland, der Slowakei oder der Tschechischen Republik wieder wächst, stottert der heimische Wirtschaftsmotor unter Steuern, Abgaben und Restriktionen.

Die Verantwortung dafür liegt nicht bei den Unternehmen und ihren Mitarbeiter_innen, sondern bei einer verfehlten Standortpolitik. Im internationalen Wett-bewerb zu bestehen wird unter
den herrschenden Rahmenbedingungen immer schwieriger. Den politischen Entscheidungsträgern fehlt es an Mut, Reformwillen und oft auch an der notwendigen Managementerfahrung.

Was bedeutet das für Oberösterreich?

Mit einer Exportquote von über 56% und 25% der gesamten Industrieproduktion Österreichs im Jahr 2014, ist Oberösterreich der führende Industrie- und Exportstandort der Republik. Doch auch Oberösterreich wird in internationalen Rankings nach hinten durchgereicht: Wir sind zuletzt auf Platz 49 von 82 vergleichbaren europäischen Industrieregionen abgerutscht. Die oberösterreichische Wirtschaft soll 2015 gar nur um 0,4% wachsen.

Die wesentlichen Gründe dafür sind alles andere als neu:

  • Überregulierung und unflexible Gewerbeordnung
  • Arbeitszeitmodelle, die nicht mehr zeitgemäß sind
  • Fehlende Reformen in der Verwaltung auf Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene
  • Ein erstarrtes und ineffizientes Bildungssystem
  • Ein unfinanzierbares Pensionssystem auf Kosten der Jungen

Wie verheerend sich diese Faktoren bereits ausgewirkt haben, zeigt die Entwicklung der nominalen Lohnstückkosten. In Österreich stiegen die Lohnstückkosten seit 2005 mit 18,8% viel stärker an, als vergleichsweise in Deutschland mit 10,4%. Auch die Lohnzusatzkosten sind mit 93% des Gehaltes in Österreich deutlich höher als mit 75% in Deutschland. Damit wird die Produktion für exportorientierte Unternehmen Schritt für Schritt unattraktiver. In vielen Unternehmen stehen Investitionen an. Ohne ein stabiles Umfeld und Vertrauen in den Standort, werden diese Investitionen aber nicht in Oberösterreich, sondern an anderen Standorten getätigt.

 

Regional Competitiveness

Mit der Wettbewerbungsfähigkeit geht es bergab

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Vision für Oberösterreich

Oberösterreich braucht Rahmenbedingungen, die das Erwirtschaften von Wohlstand im internationalen Wettbewerb der Innovationen fördern anstatt behindern. Die Politik darf nicht länger die Unternehmen und Steuerzahler_innen für die Versäumnisse und Fehler der Regierung bezahlen lässt. Wir müssen mutige Schritte, weg von der Vollkasko-Mentalität, hin zu mehr Eigenverantwortung und unternehmerischer Freiheit gehen.
Für Oberösterreich liegt die Zukunft in der Forschung und Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen ‒ zum Beispiel im Bereich der Energietechnologien. Öffentliche Gelder müssen bevorzugt an Unternehmen gehen, die mit ihrer Tätigkeit nachhaltige Effekte erzielen und uns damit für zukünftige Krisensituationen stärken. Industrie 4.0, also die weitere Digitalisierung der Fertigung ist ein Meilenstein, den wir auf diesem Weg erfolgreich passieren müssen. In Zeiten der internationalen Vernetzung gilt es, Oberösterreichs Position als Standort für Headquarters zu stärken. Das Bildungsangebot an Schulen und Universitäten muss dafür internationalisiert werden, es braucht mehr englischsprachige Kursangebote.
Wir müssen bessere Bedingungen für heimische Start-Ups schaffen. Nur so können wir erreichen, dass etablierte Industriebetriebe Innovationen aus der Region zu kaufen. Hierfür benötigen wir niederschwellige und unbürokratische Angebote für Gründer sowie steuerlich attraktive Bedingungen für Risikokapitalgeber.

 

Die Zukunft Oberösterreichs

Bereits jetzt gibt es zahlreiche Beispiele von erfolgreichen, innovativen Unternehmen aus Oberösterreich. So ist das Unternehmen updatemi Innovation Leader im Medienbereich und fasst komplexe Inhalte und Themen, anhand von intelligenten Algorithmen auf 6 Punkte zusammen. So wollen sie die Nachrichtenfülle im Netz verarbeitbar machen. In einer Welt, in der die Fülle an Informationen ständig zunimmt, kann dies für viele Menschen das Leben erleichtern.

Auch regionale Beispiele wie das Technologie- und Innovationszentrum Grieskirchen oder der Softwarepark Hagenberg zeigen, dass Oberösterreich einige richtige Schritte gesetzt hat, jedoch nun die richtigen Weichenstellungen treffen muss, um nicht den Anschluss an die internationalen Innovation Leader zu verlieren.

 

Maßnahmen und Reformen für Oberösterreich

Arbeitsmarkt

  • Lohnnebenkosten senken
    Der Faktor Arbeit wird durch eine Senkung der Lohnnebenkosten deutlich entlastet.
  • Arbeitsrechte an reale Bedürfnisse anpassen
    Mehr Spielraum durch Arbeitszeitflexibilisierung und Ganzjahresarbeitszeitmodellen, bei ausreichendem Arbeitnehmer_innenschutz
  • Erwerbstätigkeit für ältere Arbeitnehmer_innen unterstützen
    Förderung längerer Erwerbstätigkeit, etwa durch die Koppelung des Pensionsantrittsalters an die Lebenserwartung und eine Pensionsharmonisierung zwischen Berufsgruppen und Geschlechtern
  • AMS modernisieren
    Das AMS soll als moderner Personaldienstleister und als Ausbildungsstätte fungieren, die dem
    21. Jahrhundert gerecht wird.

Ausbildung

  • Schulen mehr Verantwortung geben, die Lehre stärken
    Parteibuchwirtschaft und Bürokratie raus aus den Schulen ‒ Schulautonomie rein. Bessere Anschlussmöglichkeiten für Lehrlinge, Stärkung der dualen Lehrlingsausbildung.
  • Hochschulen und lebensbegleitendes Lernen ausbauen
    Die oberösterreichischen Hochschulen gehören weiter ausgebaut und gestärkt. Bildung hört nicht nach der Hochschule auf, sondern begleitet uns durch alle Lebensphasen.
  • Fachkräfte willkommen heißen
    Die Rot-Weiß-Rot-Card in ihrer derzeitigen Form ist viel zu bürokratisch, um den Bedarf an hochqualifizierten Schlüsselarbeitskräften in Oberösterreich zu decken. Es gilt Hürden abzubauen und den Zuzug dringend benötigter Arbeitskräfte zu fördern anstatt zu hemmen.

Entbürokratisierung und Deregulierung

  • Gewerbeordnung entrümpeln
    Der freie Zugang zum Gewerbe ist aus unserer Sicht unumgänglich. Volle Wettbewerbs- und Erwerbsfreiheit mit Chancengleichheit im Zugang. Eine Reglementierung sollte nur bei Gefahr der Beeinträchtigung von Sicherheit für Leib, Leben und Gesundheit oder bei Bedenken in Belangen des Konsumentenschutzes stattfinden.
  • Gesetzesflut systematisch eindämmen
    Für jedes neu beschlossene Gesetz soll daher ein altes, durch den Neubeschluss unnötiges Gesetz gestrichen werden. Außerdem wird geprüft, ob Gesetze und Verordnungen zeitlich zu befristen sind.
  • Ladenöffnungszeiten vereinfachen
    Inhabergeführte Unternehmen sollen ihre Öffnungszeiten flexibel selbst gestalten, aber kein Mensch soll verpflichtet werden länger zu arbeiten. Statt der vielen Sonderregeln und der Willkür des Landeshauptmanns sollen die Ladenöffnungszeiten vereinfacht werden und für alle gleich sein.

Forschung & Innovation

  • Förderprogramme nach deren Wirkung bewerten
  • Forschungsquote auf 4% des BIP steigern
    Um dieses Ziel zu erreichen muss vor allem der Bund und das Land Oberösterreich seinen Anteil an den F&E-Ausgaben in Oberösterreich erhöhen, um auf ca. 2,6 Mrd. € im Jahr 2020 zu kommen.
  • Innovation fördern und Oberösterreich zum Innovation Leader machen
    Durch Technologiezentren, interkommunale Betriebsansiedlungen (INKOBA), Clusterbildung und einen Fokus auf MINT-Fächer soll Oberösterreich den Anschluss an die Weltspitze schaffen.

 

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NEOS Wirtschaftsprogramm für Start-ups, Gründer, Selbstständige und Kleinunternehmer

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NEOS Wirtschaftsprogramm „Unternehmerisches Österreich“
Auf 100 Seiten 70 Ideen für einen Aufschwung in Österreich

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