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PA3: Kostenloser Bildungszugang muss erhalten bleiben

Nein zu Gebühren auf Nachmittagsbetreuung im Kindergarten

“Oberösterreich ist bereits Vorletzter bei der Kinderbetreuung im österreichweiten Bundesländervergleich. In kaum einem anderen Bundesland ist es schwieriger, eine zur Arbeitsrealität passende Betreuung für Kinder zu finden“, zeigt sich Stefan Schobesberger von  NEOS besorgt. “Hier muss der Staat gewillt sein, Geld in die Hand zu nehmen und die jahrzehntelangen Versäumnisse aufzuarbeiten.”

In Oberösterreich ist es für Frauen besonders schwer, durch flexible Betreuungseinrichtungen Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. „Oberösterreich hinkt nicht nur bei der Kinderbetreuung hinterher. Auch der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern – der sogenannte Gender Pay-Gap – ist der zweithöchste in ganz Österreich. Eine der Ursachen dafür ist die hohe Teilzeiterwerbstätigkeit der Frauen in Oberösterreich“, zeigt sich die Linzer NEOS-Gemeinderätin Elisabeth Leitner-Rauchdobler besorgt.

Die kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung trifft besonders alleinerziehende Mütter und Wenigverdiener_innen. „Anstatt den Ausbau von Betreuungs- und Bildungseinrichtungen voranzutreiben, baut man zusätzliche Hürden auf“, ist Leitner-Rauchdobler verärgert: „Die betroffenen Frauen werden noch mehr in Teilzeitarbeit gedrängt beziehungsweise verweilen länger zuhause. Dies hat massive Auswirkungen auf das Einkommen der Frauen, bis hin zur Pension. Frauen sind auch von Altersarmut überproportional betroffen. Die Einführung von kostenpflichtiger Nachmittagsbetreuung wird diese noch verstärken.“

NEOS-Vision hingegen sei es, die beste Bildung für alle zu schaffen, von Anfang an, betont Leitner-Rauchdobler. Kleinkindpädagogik stehe dabei im Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang hat die Mandatarin im Linzer Gemeinderat bereits mehrfach Anträge zum Ausbau der Kinderbetreuung für Unter-Dreijährige eingebracht. Diese sind aber nicht nur am Widerstand der Freiheitlichen gescheitert, sondern auch am Widerstand der Linzer SPÖ.

Die Landesregierung spart auf Kosten der Kleinsten, der Familien und besonders der Frauen.

NEOS steht für einen kostenlosen Bildungszugang für alle.

Konkrete Konzepte von NEOS zur effizienten und chancengerechten Förderung sind:

  1. Aufwertung der Kinderkrippen und Kindergärten als erster Bildungseinrichtung mit klarer und österreichweiter Zuständigkeit des Bundes.
  2. Ausfinanzierte Betreuungsschlüssel für kleinere Gruppen entsprechende quantitative und qualitative Mindeststandards.
  3. Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem 1. Geburtstag.
  4. Aufwertung der Ausbildung für Elementarpädagog_innen auf tertiäres Niveau mit entsprechender Bezahlung.