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PA – „Lehrer – Der wichtigste Beruf der Welt“

09.02.2018 NEOS OÖ

Lehrermangel geht auf Kosten der nächsten Generation

Der  amtierende Landesschulratspräsident Enzenhofer gesteht schwere Versäumnisse ein. Jahrelanges Managementversagen führt nun zu echten Engpässen. Clemens Milotta, Landessprecher der NEOS in Oberösterreich, will die besten Köpfe für den wichtigsten Beruf der Welt gewinnen: „Der Lehrermangel geht auf Kosten der nächsten Generation. Machen wir den Lehrberuf jetzt attraktiver“.

Schon in zwei Jahren werden die Reformen der vergangenen Jahre das oberösterreichische Schulsystem mit voller Härte treffen. “Nicht nur wurde es verabsäumt den Lehrerberuf ernst zu nehmen und endlich an moderne Erfordernisse anzupassen. Es wurden auch die offensichtlichsten Auswirkungen eigener Reformen nicht mitgedacht” zeigt sich der NEOS-Landessprecher Clemens Milotta besorgt.

Im kommenden Jahr erwartet der Landesschulrat keine Regelabsolvent_innen von den Pädagogischen Hochschulen. Einen Plan dafür scheint es nicht zu geben: “So etwas kann und muss ich doch bereits bei der Einführung einer Ausbildungsreform mit einplanen!” zeigt der junge Unternehmer Milotta sich verärgert über die Kurzsichtigkeit der Landespolitik.

Lehrer_in wird zum wichtigsten Job der Republik

Momentan werden Lehrer_innen in der Ausübung ihres Berufes umfassend reglementiert und mitunter parteipolitisch beeinflusst. Die NEOS hingegen wollen mehr Wertschätzung für die Rolle der Lehrperson. Sie sind „Bildungsexpert_innen der Praxis“, die eigenverantwortlich Entscheidungen treffen. Im Zentrum einer gelingenden Schule stehen die Kinder und Jugendlichen, ein differenziertes Berufsverständnis der Pädagog_innen und mehr Freiheit und Verantwortung. „Bildung ist der Schlüssel für ein freies, selbstbestimmtes Leben,“ so Clemens Milotta.

Das Lehramtsstudium soll dafür mit einem vielschichtigen, selektiven Aufnahmeverfahren ausgestattet werden. Dieses zielt verstärkt auf soziale Kompetenzen ab. Um die bestmöglichen Expert_innen aus der Praxis zu gewinnen, wollen wir ein flexibleren Gehaltssystems, das sich an den branchenüblichen Gehaltsniveaus orientiert.

In Zusammenarbeit mit dem AMS sollen Wege eröffnet werden, die es ermöglichen, dass man aus dem Lehrer_innenberuf besser als bisher in andere Berufe umsteigen kann und umgekehrt auch erfahrene Praktiker leichter in den Lehrberuf wechseln können. Die NEOS fordern  deshalb mittelfristig die Einführung eines bundesweiten Rahmenkollektivvertrages für alle Mitarbeiter_innen (nicht nur Lehrer_innen) an den Schulen.

Die NEOS-Vorschläge auf einen Blick:

  • Die Aufwertung des Berufsimages der Lehrer_innen
  • Eine Lehrer_innen-Recruiting-Offensive mit dem Motto: „Die Besten für den wichtigsten Beruf“.
  • Die Förderung des Quereinstiegs von berufserfahrenen Akademiker_innen.
  • Die Ermöglichung des Umstiegs für Lehrer_innen in andere Berufe.
  • Die Unterstützung der Lehrer_innen mit Supportpersonal.
  • Die Abschaffung des Lehrer_innendienstrechts und Einführung eines Rahmenkollektivvertrages.