« Zurück zur Übersicht

PA Doppelbauer: Ausbau der Kinderbetreuung für die Kleinsten in Oberösterreich mehr als überfällig

Doppelbauer: „Geld für mehr Kinderbetreuung statt Geld für die welthöchste Parteienförderung!“

Schon seit 2002 fordert der EU-Rat die Mitgliedsstaaten der EU auf, die Kinderbetreuung auszubauen. Wurden die Ziele für die älteren Kindergartenkinder bereits erreicht (93,1%), so hinkt Österreich bei den unter Dreijährigen massiv hinterher. Sollten 2010 90% der unter Dreijährigen betreut sein, so sind es 2017 österreichweit erst 25,4%. Oberösterreich zählt mit einer Betreuungsquote von 14,5% gar zu den Schlusslichtern. „Die familienfreundliche Rhetorik der ÖVP-Verantwortlichen entspricht einfach nicht den Fakten. Die Kinderbetreuungsquote für unter 3-Jährige in OÖ ist eine Katastrophe. Doch anstatt junge Eltern und Alleinerziehende zu entlasten, bedienen sich die alteingesessenen Parteien mit einer der weltweit höchsten Parteienförderungen schamlos an den hart erarbeiteten Steuergeldern“, zeigt die Nationalratsabgeordnete und Spitzenkandidatin der NEOS für die Nationalratswahl 2017 in Oberösterreich, Karin Doppelbauer, auf. „Die Finanzierung der Kinderbetreuung muss endlich Bundessache werden, die Landespolitik ist offensichtlich nicht fähig, hier Lösungen zu produzieren!“ fordert Doppelbauer.

Um die schweren Defizite der oberösterreichischen Kinderbetreuung zu beheben, muss sich die Landesregierung an den besten OECD-Ländern und an den eindeutigen Empfehlungen der Bildungsexpert_innen orientieren. Die NEOS legen einen 3-Stufen-Plan vor:

  • Rechtsanspruch auf kostenlosen Betreuungsplatz:

In einem ersten Schritt müssen die Länder gezwungen werden, die Kinderbetreuung ernsthaft auszubauen. Es darf keine Frage des Zufalls mehr sein, ob Eltern einen Betreuungsplatz für ihre Kleinen ergattern. Darum fordern NEOS einen Rechtsanspruch auf einen qualitativ hochwertigen, kostenlosen Betreuungsplatz ab dem 1. Geburtstag. Die Öffnungszeiten von Kinderkrippen müssen endlich so gestaltet sein, dass sie auch mit Vollzeitjobs – oder Teilzeitjobs – vereinbar sind. „Oberösterreichische Familien waren hier lang genug benachteiligt, wir brauchen endlich bundesweit gültige Mindestöffnungszeiten und Schließtagregelungen, die eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen“, so Doppelbauer.

Besseres Betreuungsverhältnis und Qualitätsstandards

„Je früher ein Kind die beste Betreuung erfährt, desto großer sind die Auswirkungen auf sein weiteres Leben,“ verweist Doppelbauer auf einen grundlegenden Konsens in der Bildungswissenschaft. Deshalb ist ein Betreuungsschlüssel von 1:5 für Krippenkinder (2-3 Jahre) und von 1:3 für die Krabbelstube (0-2 Jahre) notwendig. Dies erfordert große Investitionen in Personal und einen Stufenplan zur Erreichung dieser Zielwerte. „Wir brauchen endlich eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, Ländern und Gemeinden auf Basis österreichweit einheitlicher Qualitätsstandards, die neben der Gruppengröße auch andere Qualitätskriterien festlegen,“ betont Doppelbauer.

  • Finanzierung muss Bundessache werden:

Die Finanzierung der Kinderbetreuung muss einheitlich durch den Bund zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich zu einer Pro-Kopf-Finanzierung braucht es eine standortbezogenen Komponente für erhöhten Förderbedarf bei einem großen Anteil von Kindern aus „bildungsfernen“ und/oder migrantischen Familien. „Das führt zu einer verlässlichen Qualität und einem Ende der Länderwillkür“, so die internationale Spitzenmanagerin.

„Wir brauchen einen Perspektivenwechsel in der oberösterreichischen Politik. Anstatt den eigenen Machterhalt zu sichern, müssen die Parteien endlich wieder Politik aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger machen. Das bedeutet: Mehr Geld für die Kinderbetreuung statt für eine der weltweit höchsten Parteienförderungen! Wir NEOS sind frei von Fußfesseln und Abhängigkeiten – wer also Lösungen statt Symbolpolitik will, muss NEOS wählen”, so Doppelbauer abschließend.

Karin Doppelbauer ist Spitzenkandidatin der NEOS in Oberösterreich. Die internationale Spitzenmanagerin ist gebürtige Grieskirchnerin, hat einen Biobauernhof in Kallham und ist seit 2017 Abgeordnete zum Nationalrat. Als Gründungsmitglied von NEOS ist sie seit 2012 für das Budget mitverantwortlich. Seit 20 Jahren in österreichischen und internationalen Unternehmen tätig, steht sie für nachhaltiges Wirtschaften, transparente Finanzen und den Kampf gegen Korruption und Freunderlwirtschaft.