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Nur 25 % des Rathauses können zu zeitgemäßen Büros umgebaut werden

25.04.2017 Markus Hufnagl

In der Gemeinderatsitzung vom 24. April 2017 wurde der Masterplan Rathaus 2027  beschlossen. Dieser gibt Auskunft darüber, dass nur auf 25 % der Gesamtfläche des Gebäudekomplexes moderne, größere Raumeinheiten geschaffen werden können. 75 % lassen eine Entwicklung zu einer zukunftsorientierten Arbeitsplatzstruktur, die die Möglichkeiten der Digitalisierung ausnutzt, nicht zu (siehe Seite 5 im Masterplan. Hier geht es zum Dokument).

Kurzum, können netto nur 2.550 von 10.753 Quadratmeter Gebäudefläche (32 % der Nettofläche) zu modernen Büroflächen umgebaut werden – verteilt auf 5 Geschosse und zu immensen Kosten. Zusätzlich sind die Betriebskosten pro Arbeitsplatz überdurchschnittlich hoch. Auch deswegen, weil in manchen Stockwerken bis zu 80 % Einzelbüros (im Schnitt 38 qm Geschoßfläche bzw. 17,6 qm Bürofläche je Arbeitsplatz) vorhanden sind.

Warum ist klar, handelt es sich doch um zum Teil denkmalgeschützte Gebäude, deren Entstehungsgeschichte bis in das Mittelalter zurück reicht. Das ist auch die Erklärung, warum Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten überdurchschnittlich viel kosten. Als Beispiel steht im Masterplan zum Thema „Sanitäranlagen“: „Aufgrund der inhomogenen mittelalterlichen Bausubstanz sind die baulichen Maßnahmen mit erheblichem Aufwand verbunden“. Aber auch Heizungen, Lüftungen, Klimaanlagen, Liftanlagen und vor allem IT-Verkabelungen sind schwierig einzubauen oder zu erweitern.

Darum rechnet man auf einen Zeitraum von sieben bis zehn Jahren auch mit Kosten von 1,7 Mio. für die Instandhaltung/Instandsetzung und mit rund 3 Mio. Euro für die Revitalisierung und Nutzungsanpassung.

Unter diesen Gesichtspunkten – also den hohen Revitalisierungskosten und der mangelnden Eignung für modernes Arbeiten – machen die NEOS zwei Vorschläge: Entweder das geplante neue Amtsgebäude am KJ größer planen, sodass mehr Magistratsabteilungen dort einziehen können, oder als Alternative ein größeres Amtsgebäude im Messegelände errichten. Dies würde auch eine Zusammenlegung mit der Bezirkshauptmannschaft Wels-Land erlauben. Das historische Rathaus ist natürlich mit anderer Nachnutzung zu versehen und zu erhalten.

„Geld in zwei Gebäude – eines davon mit alter Bausubstanz – zu stecken ist viel teurer, als in ein größeres Gebäude zu investieren“, sagt Markus Hufnagl. „Das weiß jeder Häuslbauer“, ergänzt der NEOS Gemeinderat.

Die Vorteile unserer Vorschläge liegen auf der Hand: Ein übersichtliches Gebäude, leicht zu erreichen und genügend Parkplätze für die Welserinnen und Welser. Kurze Wege, zeitgemäße Besprechungs- und Aufenthaltsräume, sowie moderne, klimatisierte und lichtdurchflutete Büros für die Mitarbeiter_innen.