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Betreuung in Welser Kindergärten

28.09.2016 Markus Hufnagl

Es wird seitens FPÖ versucht, die Deutsch-Förderung  in Extra-Gruppen – und zwar ohne zusätzliches Personal aufzunehmen – auf die Beine zu stellen. Das wird nicht funktionieren! Im Gegenteil, es wird eine Verschlechterung der Betreuung bzw. Förderung aller Kinder (egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund) zur Folge haben. Erstens lernen Kinder am besten im gemeinsamen Spiel und in der praktischen, altersgerechten Anwendung der Sprache und zweitens fehlt den restlichen Kindern die zusätzliche Ansprechperson. Es ist wissenschaftlich belegt, dass eine Separierung nicht zielführend ist.

Es wird an der falschen Stelle gespart. Was wir brauchen – und zwar gerade in Wels – ist ein Stellenaufbau bei den Pädagoginnen/Pädagogen. Wir müssen das Betreuungsverhältnis weiter verbessern. Es gibt Staaten mit einem Verhältnis von 1:4 (1 Pädagogin/Pädagoge für maximal 4 Kinder)….da sind wir weit weg. Aber eines ist klar: Desto vorteilhafter dieses Verhältnis ist, desto gezielter kann man auf die Schwächen (z.B. in Deutsch) eingehen, aber auch gezielt auf die Stärken schauen und Begabungen fördern. Nur mit einem besseren Betreuungsverhältnis im Kindergarten kommen die Kinder mit besseren Fähigkeiten in die Schule.

Die Auswirkungen frühpädagogischer Förderung sieht man erst später – z.B. an niedrigeren Arbeitslosenzahlen und besserer Qualifikation der Arbeitskräfte. In Personal für Kindergärten zu investieren, ist eine Investition in die Zukunft, die sich mehrfach amortisiert!

Auszug aus unserem Bildungs-Programm (Link) für ein neues Wels:
Wer nicht sät, wird nichts ernten. Kindergärten, Horte, Tagesmütter und Kindergruppen sind wichtige Bildungsstätten. Die Elementarpädagogik schafft die außerfamiliäre Grundlage dafür, möglichst allen Kindern gute Bildungschancen zu eröffnen. Hier sind Investitionen ins Bildungswesen am dringendsten nötig und entfalten die größte Wirkung. Wir wollen einen Qualitätssprung mit einem besseren Betreuungsverhältnis für die Kinder und mehr Ganztagsangeboten. Dafür sind bedeutend mehr Personal, sowie die Aufwertung der Ausbildung und Bezahlung der Kinderbetreuungsberufe notwendig…..