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In Österreich entscheiden Berufspolitiker

12.06.2015 NEOS OÖ

…und vergeben noch dazu enorme Summen an Partei- oder sonstigen Förderungen. Veit Dengler, Chef der NZZ Mediengruppe (u.a. Neue Züricher Zeitung) hat bei der Gründung der NEOS mitgholfen, weil er das nicht mehr will. Der gebürtige Steirer lebt in der Schweiz, dort hat jeder Politiker einen „echten“ Hauptberuf.

Gastgeberin Judith Raab ergänzt: „Josef Pühringer ist seit 42 Jahren in der Politik und 20 Jahren Landeshauptmann“. Der zweite prominente Gast, Otmar Lahodynsky aus der profil Redaktion, kann noch viele Beispiele aufzählen: etwa Erwin Pröll oder Josef Cap, beide seit den 70er Jahren ganz vorne mit dabei.

Wer sind sie nun, „Die Politiker der Zukunft“, was müssen sie können, was wird von ihnen erwartet? Die Sitzplätze wurden jedenfalls knapp, als die NEOS am Mittwoch zu diesem Thema nach Linz geladen hatten. Podium und Publikum waren sich einig: das System in Österreich ist starr und lässt kaum Platz für neue Ideen. Veit Dengler wünscht sich deshalb „100% Menschen aus dem wirklichen Leben“, schon der Begriff „Quereinsteiger“ sei absurd, den gibt es nur in Österreich.

Otmar Lahodynsky erinnerte daran, wie rasch solche „Quereinsteiger“ in Österreich scheitern. Judith Rab hat es schließlich auf den Punkt gebracht: alleine in Oberösterreich werden 1/3 des Landesbudgets „freihändig“ vergeben, also als Förderungen. Internationales Zahlenmaterial gibt es kaum, aber eines ist leider sicher: Österreichs Parteien gehören zur Weltspitze – beim Geldausgeben. Ob die Politiker der Zukunft daran was ändern? Die NEOS sind davon überzeugt, und wir dürfen darauf gespannt sein!

Gastbeitrag von Wolfgang Hoffmann
Die Meinung eines Bürgers, der zum ersten Mal bei einer NEOS-Veranstaltung war.