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Eine echte Studentenstadt – Way to go, Linz!

Linz zur echten Studentenstadt machen – mein Herzensanliegen treibt mich an, seit ich an der JKU studiere und in der ÖH-Politik aktiv war. Jetzt im Linzer Gemeinderat geht’s ans Umsetzen.
In Linz sind an 4 Universitäten, 2 Pädagogischen Hochschulen und 2 Fachhochschulen insgesamt rund 26.500 Studien belegt. Dem stehen beispielsweise im Univiertel von 8.500 EinwohnerInnen nur 1.607 20-29 Jährige HauptwohnsitzlinzerInnen gegenüber. Selbst im Viertel um den Campus, mit seinen Studentenheimen, leben nur 19% klassische StudentenInnen.
 Zudem ist die JKU weithin als PendlerInnenuniversität bekannt.
 Linz muss sich dem Faktum stellen, dass nur ein Bruchteil der Studierenden auch in der Stadt wohnt und lebt.
Hier geht großes Potential verloren. Eine vielfältige, lebendige und dynamische Stadt, insbesondere Innenstadt, ist auf dementsprechende junge Menschen angewiesen. Wie sehr eine Stadt insgesamt profitieren kann, zeigt neben vielen Städten in ganz Europa das Beispiel Graz. 
 Wir müssen die StudentInnen in die Stadt bringen und dort halten. Was Linz davon hat? Alles!
 Da geht es um Lebensqualität, Stadtbild, Flair und Charme. Da geht es aber genauso um Wirtschaft und Konsum in der Innenstadt, um Einnahmen für die Stadt und nicht zuletzt um mehr finanzielle Mittel vom Land OÖ.
ÖH Vorsitzender Markus Isack und die ÖVP Linz ziehen da mit uns NEOS an einem Strang. Auch bei JKU Rektor Lukas laufen wir offene Türen ein und Hagenberg-Gründer Prof. Bruno Buchberger  geht mit seiner Vision von 20.000 internationalen Studierenden im Großraum Linz noch einen Schritt weiter.
Linz zur Studentenstadt zu machen ist eine ganzheitliche, stadtentwicklerische Lebensqualitäts- und Wirtschaftsmaßnahme und das Gebot der Stunde.

Es ist ein Ziel, das wir  als Stadt über die nächsten Jahre dringend verfolgen müssen und wir als NEOS antreiben werden.  Im Fahrwasser der Entwicklung des JKU-Campus und der Medizinischen Fakultät – bei Vollbetrieb werden das 1.800 StudentInnen mitten in der Innenstadt – ist jetzt die einmalige Gelegenheit dazu gekommen, dieses längst ausständige Entwicklung voranzubringen.
Die größten Hebel sind Wohnraum und öffentlicher Verkehr. Sie sind natürlich auch die mit Abstand schwersten und unter Umständen teuersten.
Aber auch der Radverkehr ist für eine Studentenstadt von zentraler Bedeutung. Ich kann nur wieder auf Graz verweisen. Kein Verkehrsmittel ist so flexibel und leistbar wie das Rad. Perfekt ,gerade auch für knappe Studentenbudgets.
Freiheit und ökonomische wie ökologische Vernunft! Ein Grund mehr für uns NEOS, den Radverkehr zu forcieren.
Aber zurück zur Idee: Studentenstadt Linz, how to? Es sind neben den großen Hebeln viele kleine Schräubchen, an denen wir drehen müssen – so auch Bewusstseinsbildung, Marketing. Das geht oft mit ganz kleinen, einfachen Mitteln, bei denen man sich fragt: Warum nicht schon längst? Eines davon nenne ich jetzt einfach einmal JKU BikeLane, bringe ich kommende GR-Sitzung ein und es geht folgendermaßen:
Die Distanz vom Linzer Hauptplatz ans Gelände der JKU beträgt etwa 4,4 km und lässt sich in der wärmeren Jahreszeit über die Urfahraner Donaulände mit dem Fahrrad binnen etwa 15 Minuten zurücklegen. Sagt nicht nur Google Maps sondern auch mein regelmäßiger Alltagscheck. 
 Überhaupt schrumpfen viele Distanzen in Linz unglaublich, sitzt man einmal im Fahrradsattel.
Trotzdem nehmen gerade StudentInnen die Distanz zum „Satelliten“ JKU als wesentlich größer wahr. „Die Uni ist ja wirklich irgendwo am A.d.W.“ ist eine Aussage, die die meisten meiner KollegInnen ungeschaut unterschreiben würden. Von der Uni in die Innenstadt rein? Selbst mit dem Öffi viiiel zu lange, viel zu weit (sic!).
Eine Beschleunigung der Öffi-Verbindung á la „JKU-Express“ ist auf den ersten Blick nur unter erheblichem baulichem und finanziellem Aufwand möglich. Die Idee von 4-5 Ausweichspuren für die „reguläre“ Bim zugusnten einer Express-Bim, die nur 3 oder 4 Haltestellen hat, ist zwar charmant und wohl durchaus machbar, aber unglaublich aufwändig.
Wir brauchen vorerst einfachere Mittel, diese Distanz zumindest schrumpfen zu lassen und die geringe Wegzeit und einfache Anreisemöglichkeit von Innenstadt zu JKU wie von JKU in die Innenstadt zu bewerben. 
 Auch hier mit dem Ziel, StudentInnen in die Innenstadt zu bewegen, den „Satelliten“ JKU im wenig interessanten Univiertel an die Innenstadt heranzuziehen.
Die Idee: Ein farbiges Wegband, wie man es aus Krankenhäusern kennt. Nur, dass da nicht in regelmäßigen Abständen „Bau B“ draufsteht, sondern „JKU“ und „Hauptplatz“, inklusive Pfeil, den restlichen Kilometern und der durchschnittlichen restlichen Fahrzeit. Das kann knallpink, knallblau, knallgrün oder knallorange sein. Jedenfalls muss es ins Auge fallen. Du musst am Hauptplatz stehen, die BikeLane sehen und dir denken: Hey, so weit ist die Uni ja gar nicht weg!
Simpel, nicht?

Eine einfache, kostengünstige und wirksame Maßnahme zur Bewusstseinsbildung. Ein erster Baustein. Ein kleines Schräubchen, ein Symbol und ein Schritt in Richtung Studentenstadt Linz. Damma wos!

Ich freue mich über Meinungen, Anregungen, Fanpost und konstruktive Kritik an felix.eypeltauer@neos.eu.