« Zurück zur Übersicht

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich schwimmt im Geld.

Und denkt gar nicht daran den Faktor Arbeit zu entlasten

Edelsbacher

Von 2004 bis 2014 haben sich die Einnahmen von 50 Millionen Euro auf 72 Millionen Euro gesteigert. Alleine am Bankkonto liegen 25,6 Millionen Euro. Während Unternehmen den Gürtel enger schnallen müssen, schwimmt die Kammer im Geld. Und dennoch belastet die Kammer mit ihren Lohnnebenkosten weiterhin Arbeitsplätze mit Millionen. Die Kammerumlage 2 etwa, die auf die Lohnsumme aufgeschlagen wird, kostete Oberösterreichs Unternehmen 33 Millionen Euro im Jahr 2015. Das findet NEOS nicht fair und setzt sich daher für eine Senkung der Lohnnebenkosten in der Wirtschaftskammer ein.

Lohnnebenkosten senken

Daher habe ich als NEOS-Mandatar/UNOS-Delegierter im Wirtschaftsparlament am Dienstag, 21. Juni 2016 den Antrag gestellt, den Landeskammer-Anteil der Kammerumlage 2 von 33 Millionen Euro auf 23,5 Millionen Euro zu senken. Damit entlasten wir die Wirtschaft in Oberösterreich um über 9 Millionen Euro pro Jahr.

Unser Vorschlag, die KU2 zu senken entlastet die Wirtschaft in OÖ um über 9 Millionen Euro, in Linz um über 2 Millionen Euro, in Wels um über 600.000 Euro und in Steyr um über 300.000 Euro. Jedes Jahr.

Ein Moment der Wahrheit

„Die seit Jahren diskutierte Entlastung des Faktors Arbeit muss endlich angegangen und umgesetzt werden.“ lässt sich WKOÖ-Präsident Trauner in der “Oberösterreichischen Wirtschaft” vom Oktober 2015 zitieren. “Leistung muss sich wieder lohnen”, betonte er in der gestrigen Sitzung des Wirtschaftsparlaments. Dass das nur ein Lippenbekenntnis war zeigte sich bei der Abstimmung. Denn der Antrag wurde abgelehnt.

Treten wir aus den Reihen der Sonntagsredner hervor

Ich habe gestern an meine Delegierten-Kollegen appelliert, den vielen Worten endlich Taten folgen zu lassen. Treten wir aus den Reihen der Sonntagsredner hervor und tun wir endlich etwas. Entlasten wir die Wirtschaft in Oberösterreich um 9 Millionen Euro. Dieser Appell hat nicht gefruchtet. Der Wirtschaftsbund verteidigt die viel zu hohe Kammerumlage 2 und garantiert der Kammer damit jährlich 33 Millionen Euro an Pflichtbeiträgen auf Kosten von Wirtschaft und Arbeitsplätzen. Die Wirtschaftstreibenden werden sich bedanken. Die KU2 ist uns weiterhin ein Dorn im Auge, wir werden am Thema dran bleiben.


 

 Hintergrundinfos:
Was ist die Kammerumlage 2?
Alle Mitglieder der Wirtschaftskammerorganisation, die Dienstnehmer beschäftigen und dafür Löhne und Gehälter von insgesamt mehr als € 1.095,- pro Monat bezahlen, sind verpflichtet, KU 2 zu bezahlen. Als Bemessungsgrundlage für den Dienstgeberzuschlag (KU 2) ist die Beitragsgrundlage für den Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (DZ) heranzuziehen. Der KU2-Satz setzt sich aus einem für alle Bundesländer gültigen Bundeskammeranteil von 0,15 % und einem von jeder Landeskammer festgesetzten Anteil zusammen. In Oberösterreich beträgt die Höhe des Landeskammeranteils gegenwärtig 0,21%. NEOS schlägt vor ihn auf 0,15% zu senken.
Wer entscheidet das?
Das Wirtschaftsparlament ist das wichtigste Kollegialorgan in der Wirtschaftskammer und tagt 2 Mal im Jahr. In dessen Zuständigkeit fallen grundsätzliche Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereiches, die Beschlussfassung über die Höhe der Kammerumlagen, Voranschlag und Rechnungsabschluss, Wahl des Präsidenten und der Vizepräsidenten etc.