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Das Pensionssystem ist schrottreif

NEOS OÖ Landessprecherin Judith Raab und NEOS Sozialsprecher Gerald Loacker sprechen sich heute bei einer Pressekonferenz in Linz gegen das schrottreife Pensionssystem und für ein enkelfittes Modell aus.

Judith&Gerald

Unser Pensionssystem hat die Aufgabe, allen Menschen in Österreich ein eigenständiges Leben bis ins hohe Alter zu gewährleisten. Allerdings wird das nicht mehr lange funktionieren. Kein Budgetposten wächst rasanter, als jener der Pensionen. Heute 20-jährige vertrauen nicht mehr auf den Bezug einer sicheren Alterspension. Das ist mehr als besorgniserregend und verlangt nach Reformen. Denn die Kosten explodieren, teure Luxuspensionen für rot-schwarze Klientel werden geschützt und unsere Kinder sollen das bezahlen, während sie sich selbst keine Chancen auf eine faire Pension ausrechnen. NEOS steht für ein einheitliches und faires Pensionssystem für alle, das sowohl den jetzigen Pensionsbeziehern Sicherheit gibt, als auch faire Chancen für die nächste Generation bietet.

Vor allem Frauen werden von diesem System benachteiligt. In Oberösterreich beträgt die durchschnittlich Pension einer Frau  979,71 Euro, jener der Männer liegt bei 1756,14 Euro – ein Unterschied von 776,43 Euro oder 44,2 Prozent. Zurückzuführen ist das auch darauf, dass Frauen aufgrund des niedrigeren Pensionsantrittsalters weniger Versicherungsmonate mit hohem Einkommen (meist die letzten Berufsjahre) sammeln können. Zu lösen ist das vor allem mit einer raschen Anpassung des Antrittsalters von Mann und Frau.

Wie können Frauen zusätzlich vor drohender Altersarmut geschützt werden?
Partnerschaft heißt für uns auch Verantwortung füreinander zu übernehmen. Mütter in Karenz erwerben keine Pensionsansprüche, ihre berufstätigen Partner jedoch in voller Höhe. Um das auszugleichen wollen wir NEOS ein Pensionssplitting mit der Möglichkeit zum Opt-out einführen. Hier sollen bis zum 10. Lebensjahr des Kindes die Beitragsgrundlagen der Eltern zusammengerechnet und auf die beiden Pensionskonten gleich aufgeteilt werden. Da wir Freunde der Selbstbestimmung sind, können Eltern das auch ablehnen, das steht ihnen frei (opt-out).

Planbarkeit, Transparenz und Generationengerechtigkeit sind entscheidend. Daher soll das Pensionssystem dem schwedischen Beispiel folgend dem politischen Bazar der Parteien entzogen werden. Dazu braucht es einen transparenten Pensionsautomatismus, der sich an Wirtschaftsentwicklung, Lebenserwartung und Tragfähigkeit des Pensionssystems anpasst. “Wir müssen aufhören, uns selbst anzulügen und weiter auf Kosten der Jungen zu leben. Der steuerfinanzierte Bundesbeitrag belastet den Staatshaushalt über die Maßen und halst unseren Kindern einen Schuldenrucksack auf.”, sagt Landessprecherin Judith Raab – Recht hat sie.

Insgesamt fordert NEOS ein einheitliches Pensionssystem für alle Bürgerinnen und Bürger, ohne Luxuspensionen für einige privilegierte Gruppen.