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Das Geld, das in den Rossstall investiert wird, fehlt unseren Kindern

24.08.2015 Johann Fuchs

Wie wir alle bereits hinlänglich wissen, wird in Lambach gerade der Rossstall umgebaut. Eine insgesamt fragwürdige Investitionen, nicht nur der Höhe, sondern auch dem Grunde nach, denn kein Lambacher braucht einen zusätzlichen, kleinen Veranstaltungsraum – zumal zu diesen immensen Kosten. Zudem wurde Denkmalschutz entweder mit Füßen getreten oder außer Kraft gesetzt. Und der Kulturverein O2 kann derzeit die von der Gemeinde Lambach angemieteten Räumlichkeiten im Rossstall nicht nutzen, muss aber trotzdem Miete dafür zahlen. Die Bürgermeisterin hat mithilfe der ÖVP Mehrheit im Lambacher Gemeinderat ihr Prestige-Projekt Rossstall sozusagen im Alleingang durchgeboxt. Alle anderen Fraktionen im Gemeinderat waren aus guten Gründen dagegen. Unser Ortsoberhaupt versucht nun regelmäßig, d.h. in jeder Ausgabe der Lambacher Nachrichten, die Investition bzw. deren Notwendigkeit zu rechtfertigen. Dies freilich vergeblich, sofern man sich mit der Thematik etwas näher auseinandersetzt. Zudem versucht sie uns vorzugaukeln, dass die notwendigen, finanziellen Mittel für dieses Mega-Projekt zur Verfügung stünden und sich auch in Zukunft für Lambach daraus keine Probleme oder finanziellen Engpässe ergäben. Dass dies freilich nicht stimmt und dass in Lambach schon jetzt Geld an allen Ecken und Enden fehlt, ist allerdings eine Tatsache

Baustelle Kindergarten

Der Kindergarten ist, obwohl erst vor kurzem um die Krabbelstube erweitert, mittlerweile für Lambach zu klein geworden. Daher passiert es, dass Lambacher Kinder keinen Kindergartenplatz bekommen! Das ist ein absolut untragbarer Zustand, dessen Lösung die Priorität 1 besitzt. Daher fordern wir NEOS Lambach: Jedes Kind ab 2 Jahren mit Wohnsitz in Lambach hat Anspruch auf einen gesicherten Krabbelstuben- bzw. Kindergartenplatz

Baustelle durchgängige Kinderbetreuung

Während der Schul- und Kindergartenmonate gibt es für Kinder keine Betreuungsmöglichkeit nach 16 Uhr, was für viele Eltern ein Problem darstellt. Zudem stehen viele Jungfamilien und vor allem Alleinerziehende vor der Herausforderung, im Sommer vier Wochen ohne Kindergarten zu meistern. Mit einer Bedarfserhebung „Sommerkinderbetreuung“ nur in der Volksschule Lambach wird man dem Problem nicht gerecht, weil damit (bewusst?) die Kinderkartenkinder völlig außer Acht gelassen werden. Auch aufgrund des Mangels an Betreuung in den beiden Ferienmonaten lässt sich der teilweise immense Zulauf zu den Lambacher Kinder- und Jugendferienspielen erklären, wo es aber oft schwierig ist, überhaupt noch einen Platz für eine interessante Veranstaltung zu bekommen, selbst dann, wenn man sich gleich zu Beginn der Ferien anmeldet. Gleiches gilt sinngemäß für den beliebten Waldkindergarten, wie er von unserer Nachbargemeinde Edt angeboten wird. Wir NEOS Lambach fordern deshalb:

  • flexible Betreuungszeiten in den Kindergartengruppen samt einer anschließenden Nachmittagsbetreuung (Hort) bis mindestens 17:00 Uhr,
  • durchgehende Betreuungsmöglichkeit der Kinder auch in der kindergarten- und schulfreien Zeit, bspw. durch bzw. mithilfe von
  • Kooperationen der Kindergärten und Volksschulen in Lambach und umliegenden Gemeinden auch in den Sommerferien.

Baustelle Kinderspielplätze

Zwar wurden hier kürzlich – also rechtzeitig vor den Wahlen im September – teilweise Erneuerungen der Spielgeräte vorgenommen, allerdings handelt es sich dabei lediglich um einen Ersatz der bisherigen, eher einfallslosen Geräte, deren Grundidee mindestens fünfzig Jahre zurückliegt und die Aufmerksam und das Interesse von Kindern im Kindergarten- oder Volksschulalter nur für kurze Zeit an sich binden können. Dabei ginge es auch anders, mit „Abenteuer-Spielplätzen“, auf denen unsere Kinder Stunden der Spiel-, Bewegungs- und Lernfreude verbringen und ihre Phantasie ausleben könnten. Wir NEOS Lambach fordern daher: Spannendere und pädagogisch wertvollere Spielplätze für unsere Kinder!

Fazit

Dass das „Projekt Rossstall“ eine Fehlleitung von Steuergeldern für viele Jahre in die Zukunft darstellt, ist für uns eine unumstößliche Tatsache. Damit stellt sich freilich insgesamt die Frage, ob die Prioritäten durch die ÖVP-Führung der Gemeinde Lambach richtig gesetzt wurden und werden. Da diese Frage aus Sicht der NEOS Lambach mit einen klaren Nein zu beantworten ist, wird die „Christine-Oberndorfer-Gedächtnishalle“ vielleicht ihr ungewolltes Abschiedsgeschenk an uns Lambacher.

Darum

Wir NEOS Lambach wollen die ÖVP-Mehrheit im Gemeinderat brechen und in Lambach wieder echte Demokratie schaffen. Bürgerwille statt Bürgermeisterinnenwille. Es braucht was NEOS in Lambach!