NEOS-Eypeltauer: Der Landtag soll die absurden Materialschlachten und das Verheizen von Millionenbeträgen beenden.  

6 Millionen Euro OÖ-Wahlkampfkostengrenze eine Farce

15. January 2020
Felix Eypeltauer

„Eine Farce“ nennt NEOS Oö Landessprecher NAbg. Mag. Felix Eypeltauer den heute im Landtag diskutierten Antrag von ÖVP und FPÖ zur Landes-Wahlkampfkostenobergrenze. Während im Bund 7 Millionen € als Grenze gelten, soll in Oberösterreich nun eine Grenze von 6 Millionen € beschlossen werden.

„Das steht in keiner Relation. Dieser Antrag ist eine Dreistigkeit der ÖVP und der FPÖ, denn: Bundesweit sind rund 6,5 Millionen Menschen Wahlberechtigt, in Oberösterreich rund 1,1 Millionen Menschen. Das bedeutet rund 1,1 € pro Wahlberechtigtem im Bund, aber 5,5 € pro Wahlberechtigtem im Land Oberösterreich“, zeigt Eypeltauer auf und fährt fort:

„In Oberösterreich richtet es sich vor allem die ÖVP stets so, wie sie es zum Machterhalt braucht. Für die Landtagswahl bedeutet das, ihre Kampagnenmaschinerie anzuwerfen, den Geldhahn aufzudrehen und das Land mit Plakaten, Flyer, Goodies und Anzeigen zu überschwemmen. Die horrenden Wahlkampfausgaben sind am Ende des Tages Steuergeld. Und: Mehr und mehr Menschen haben die Materialschlacht zum Wahlkampf satt, bei der es nicht mehr um Inhalt, sondern nur noch um Marketing und Zahlkraft geht."

Ein Beispiel an Vorarlberg nehmen

Auch in Vorarlberg wollte es sich die ÖVP richten, wie sie es braucht. Eine Koalition aller Parteien, auch des Regierungspartners, machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Seitdem gilt in Vorarlberg eine Wahlkampfkostenobergrenze von 2 € pro Wahlberechtigtem. Eypeltauer fordert: „Die OÖVP soll sich wenigstens ein Beispiel an Vorarlberg nehmen. Es gibt keinen sachlichen Grund für diese absurd hohe Obergrenze. Wenn eine Partei zur Wahl 7 Millionen Euro Ausgeben kann, beweist das zudem einmal mehr, dass die Parteienförderung zu hoch ist und am Ende des Tages nur hohen Wahlkampfbudgets dient“.

NEOS fordern 1 € pro Wahlberechtigtem

Die NEOS fordern seit langem, zuletzt auch wieder in Form eines Nationalratsantrages auf eine für Bund, Länder und Gemeinden geltende Verfassungsbestimmung (hier), eine Wahlkampfkostenobergrenze von 1 € pro Wahlberechtigtem. 

„Ich fordere die oberösterreichischen Landtagsparteien dazu auf, sich einen Ruck zu geben und eine Pro-Kopf-Obergrenze von 1 € zu beschließen. Bei Wahlen müssen die Inhalte zählen, nicht die Geld- und Materialschwemme“, so Eypeltauer abschließend.