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Abwarten, aber bitte mit Beleg

Lange haben wir darauf gewartet, mit Jahresbeginn ist es nun da, das laut Bundesregierung größte Entlastungspaket der Zweiten Republik!

Die Erwartungen waren groß. Eines ist zumindest gelungen: eine Reform des Einkommenssteuertarifs. Ja, vorübergehend bleibt allen mehr Netto vom Brutto. Das begrüße ich sehr und erkenne es auch an. Doch von dem, was allen anfangs mehr bleibt, wird durch die kalte Progression schnell nichts mehr übrig bleiben.

Wer bezahlt nun diese Steuerreform? Jeder Österreicher und jede Österreicherin selbst, natürlich! Von einer längst überfälligen Verwaltungsreform und einem richtigen Durchforsten aller Förderungen weit und breit keine Spur. Ein Teil der Gegenfinanzierung ist die Registrierkassenpflicht. Davon erhofft man sich Mehreinnahmen von 900 Mio. Euro. Hier folgt man wohl der Grundannahme „Österreich, das Land der Diebe“. Für manche Gastronomen oder Kleinunternehmer ist die Registrierkasse in der Praxis kaum anwendbar, und viele Unternehmer stellen sich die Frage: „Warum tu ich mir das alles überhaupt noch an?“ Dabei wäre es wirklich interessant, wenn die Politik sich selbst eine Registrierkasse um den Hals hängt und dann endlich transparent wird, wo das Steuergeld tatsächlich hinfließt. Das eigentliche Problem: der staatliche Filz, durchdrungen von Korruption und Freunderlwirtschaft. Im Bezirk Perg gab es im Jahr 2014 laut WKO 250 Neugründungen. Ist das viel oder wenig? Man stellt sich die Frage: „Ist Selbständigkeit noch attraktiv?“ Der Traum, der eigene Chef zu sein – was ist das noch wert? Was der Regierung fehlt, ist das Verständnis für Unternehmertum: für die Menschen, die Verantwortung und Risiko übernehmen und Arbeitsplätze schaffen. Wir müssen in eine gemeinsame Richtung marschieren, und diese Richtung muss lauten: Aufschwung! Leider heißt es aber derzeit für die Regierung wieder nur abwarten und Tee trinken… mit Beleg natürlich.

Stefan Nußbaummüller, Windhaag bei Perg